Orchideen richtig pflegen für lange Blüte
Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und bringen ganzjährig Farbe in die Wohnung. Anita Dittmeier, Pflanzenexpertin bei Lechuza, gibt Tipps für die richtige Pflege von Phalaenopsis, Dendrobium und anderen Arten.

Da viele Orchideenarten als Epiphyten in Baumkronen des Regenwaldes wachsen, sind sie laut der Expertin auf indirektes Licht spezialisiert. "Orchideen mögen es hell, aber praller Sonnenschein schadet ihnen eher", erklärt Dittmeier. Besonders geeignet seien Ost- oder Westfenster. Im Winter sollten die Pflanzen Abstand zur kalten Fensterscheibe halten und nicht direkt neben der Heizung stehen.
Kalkfreies Wasser
Beim Gießen empfiehlt die Pflanzenexpertin je nach Art eine Trockenphase von sieben Tagen bis zu zwei Wochen. Vorzugsweise sollte mit kalkfreiem Wasser oder Regenwasser gegossen werden. Wichtig sei, dass das Wasser beim Gießen nicht auf das Pflanzenherz gelange.
Praktisch seien Pflanzgefäße mit integriertem Bewässerungssystem. "Die Orchidee holt sich dann genau die Menge an Feuchtigkeit aus dem Wasserreservoir des Gefäßes, die sie braucht. Gefährliche Staunässe lässt sich so vermeiden", so Dittmeier. Für eine ausgeglichene Wasser- und Luftversorgung ist die Wahl des richtigen Substrats entscheidend. "Normale Blumenerde ist für Orchideen ungeeignet. Ein lockeres Substrat lässt ihre Wurzeln atmen", erklärt die Expertin. Lechuza bietet mit Orchidpon ein speziell entwickeltes, organisch-mineralisches Substrat an. Die grobkörnige Struktur mit Bims, Lava, Zeolith und Humingranulat soll laut Hersteller für gesundes Wachstum sorgen.

Die Wurzeln von Orchideen benötigen auch Licht, da sie dies von ihrem natürlichen Standort in den Baumwipfeln gewohnt sind. Das Gefäß Orchidea von Lechuza verfügt deshalb über einen semi-transparenten Pflanzeinsatz, der mehr Licht an die Wurzeln lässt.
Niedrig dosiert
"Mit Dünger sollte man nicht verschwenderisch umgehen, denn Orchideen sind Schwachzehrer", rät Dittmeier. Während der Wachstums- und Blütezeit könne ein spezieller, niedrig dosierter Orchideendünger gegeben werden. Durch geeignete Düngergaben lasse sich die Blütenpracht meist verlängern. Wenn Orchideen ihre Blüten verlieren, ist das normal. "Wenn keine neuen Blüten mehr nachwachsen und der Stängel schon gelb wird, ist der richtige Zeitpunkt zum Schneiden", empfiehlt die Expertin. Der Stängel sollte etwa einen Zentimeter über dem zweiten oder dritten schlafenden Auge gekürzt werden, damit schnell ein neuer Trieb nachwächst.
Blätter sollten erst entfernt werden, wenn sie vollständig vertrocknet sind, damit die Pflanze die enthaltenen Nährstoffe nutzen kann. Bei trockener Heizungsluft können die Blätter gelegentlich mit Wasser besprüht werden, um den natürlichen Lebensraum zu imitieren.
05.11.2025












