09.10.2018

Zu guter Letzt: STANDPUNKT

Baurecht für Gartenhäuser

Gartenhäuser sind von der Baugenehmigungspflicht freigestellt, wenn bestimmte Grenzwerte – beispielsweise die Grundfläche – nicht überschritten werden. Foto: Blockhausbau Hummel

Wer vorhat, ein Gartenhaus zu errichten, muss wissen: Die einzuhaltenden Vorschriften unterscheiden sich je nach Bundesland und der dort geltenden Landesbauordnung. Stets zu beachten sind in jedem Fall die öffentlich-rechtlichen Vorschriften.

Hierzu gehören neben der Landesbauordnung, das Baugesetzbuch, geltende Bebauungspläne, denkmalschutzrechtliche Vorschriften und möglicherweise bestehende Gestaltungssatzungen von Städten oder Gemeinden. Dies gilt unabhängig davon, ob für die Errichtung eines Gartenhauses im Einzelfall eine Baugenehmigung erforderlich ist. In vielen Fällen ist das nicht so, wenn bestimmte Grenzwerte - beispielsweise die Grundfläche - nicht überschritten werden.

Grundsätzlich sind die in der Landesbauordnung angegebenen Abstandsflächen einzuhalten. Soll hiervon abgewichen werden, sind Ausnahmegenehmigungen oder die Zustimmung des betroffenen Nachbarn erforderlich. Vorschriften, die die Bauform bzw. Gestaltung eines Gartenhauses beeinflussen können, können sich aus Bebauungsplänen, örtlichen Satzungen oder aus § 34 Baugesetzbuch ergeben.

https://neuelandschaft.de/baurecht-fuer-gartenhaeuser.html

Würde ein Gartenhaus zum Beispiel im Vergleich zur Nachbarbebauung einen Fremdkörper darstellen oder eine vorhandene Baugrenze überschreiten, könnte es sein, dass es sich nicht "einfügt" und daher nicht aufgestellt werden darf.

Insgesamt ist es empfehlenswert, mit der örtlich zuständigen Bauaufsichtsbehörde zu besprechen, welche Besonderheiten zu beachten sind. In der Regel kennt die Behörde die örtlichen Verhältnisse am besten und hält entsprechende Ratgeber bereit.

Den vollständigen Beitrag von RA Dr. Crass finden Sie unter:

stadtundgruen.de/baurecht-fuer-gartenhaeuser.html

neuelandschaft.de/baurecht-fuer-gartenhaeuser.html


ZUR PERSON

RA Dr. Normen Crass * 1974 in Braunfels. Juristische Ausbildung in Gießen und Frankfurt am Main. Promotion 2002 bei Prof. Dr. Wolfgang Kahl. Seit 2004 Rechtsanwaltstätigkeit im privaten und öffentlichen Baurecht. Partner und Gesellschafter der SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

www.smng.de