30.05.2024

Größte Garten- und BBQ-Messe der Welt

Starker Ausstellerzuwachs aus Europa

In den Kölner Messehallen präsentieren dann wieder internationale Aussteller ihre Neuheiten. Foto: Koelnmesse

Die größte Garten- und BBQ-Messe der Welt, die spoga+gafa, meldet für den 16. bis 18. Juni eine hohe Internationalität der Aussteller und 14 nahezu ausgebuchte Messehallen. Mit rund 96 Prozent vermieteter Ausstellungsfläche und einer hohen Wiederbuchungsrate knüpft die spoga+gafa an den Erfolg des Vorjahres an.

Bereits 2023 verzeichnete die Weltleitmesse mit über 1850 Ausstellern aus 58 Ländern einen Anstieg sowohl bei den interkontinentalen Ausstellern als auch bei den ausstellenden Unternehmen aus Europa und der DACH-Region. Zahlen, die auch 2024 wieder erreicht werden.

Insbesondere der Anteil europäischer und nordamerikanischer Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht: Zahlreiche nationale und internationale Unternehmen haben ihre Teilnahme bestätigt, darunter viele Big Player und renommierte Marken, aber auch Newcomer und Start-ups. Angesichts der herausfordernden Umstände der Branche sieht Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa, den Buchungsstand der Gartenlifestyle-Messe als wichtiges positives Signal: "Mit diesem klaren Bekenntnis zur spoga+gafa senden die Unternehmen trotz der teilweise herausfordernden Marktbedingungen ein deutliches Zeichen. Die spoga+gafa ist der wichtigste Treffpunkt für die Branche und eröffnet neue und einmalige Geschäftsmöglichkeiten - von einer erfolgreichen spoga+gafa profitiert am Ende die gesamte Grüne Branche."

Das diesjährige Leitthema "Responsible Gardens - Verantwortungsvolle Gärten" stößt in der Branche auf großes Interesse und spielt auch bei der Gestaltung des Messegeländes eine zentrale Rolle. Internationale Expertinnen und Experten vertiefen das Thema in Vorträgen und Talkformaten auf dem "Forum Garden Café". Ergänzend wartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Sonderflächen wie dem "Boulevard of Ideas", den "POS Green Solution Islands", der "Trendshow Outdoor Lifestyle" sowie thematische Rundgänge auf die Besuchenden. Hier stehen die Herausforderungen der Branche sowie Lösungsansätze für die Zukunft des Handels im Mittelpunkt.

Wetterfeste, schnell trocknende und erweiterbare Polstermöbel schaffen Wohnzimmerflair im Freien. Foto: Koelnmesse

Aktuelle Trends

In den Kölner Messehallen präsentieren dann wieder internationale Aussteller ihre Neuheiten, unter anderem aus den Themenwelten garden living und garden unique. Ein Blick voraus auf aktuelle Trends bei der Möblierung von Balkonen, Terrassen und anderen Außenbereichen.

Ob beim Entspannen auf dem Sofa, beim Kochen und Dinner mit Freundinnen und Freunden oder bei der Büroarbeit - Tätigkeiten, die früher vor allem drinnen stattfanden, haben sich verstärkt nach draußen verlagert. Entsprechend vielseitig ist heute das Outdoor-Design: Wetterfeste, schnell trocknende und erweiterbare Polstermöbel schaffen Wohnzimmerflair im Freien. Dining-Serien lassen sich auf der Terrasse auch zu größeren Tischrunden zusammenstellen. Außenküchen bieten alles zum Kochen und Backen unter freiem Himmel. Selbst Homeoffice oder Coworking sind mit witterungsbeständigen Arbeitsmöbeln mittlerweile im Grünen selbstverständlich geworden.

Der Garten soll für alle Lebensphasen offenstehen - von der Ausbildung bis zum Berufsleben und den Ruhestand, für Singles, Paare und Familien. Hierfür gibt es viele mitwachsende Gartenmöbel für kleine wie große Außenbereiche. Modulare und individuell kombinierbare Elemente passen sich Veränderungen an. Das macht Möbel flexibel, langlebig und damit auch nachhaltiger. Vom kompakten Balkonset bis zum geräumigen Ecksofa sind Outdoor-Lounges heute beispielsweise mit einfachen Verbindungen erweiterbar.

Grenzen verschwimmen

Bei Möbelneuheiten für den Garten verschwimmen neben den Lebenswelten auch die Grenzen zwischen Modernität und Nostalgie. Traditionelle Formen erhalten einen zeitgemäßen Touch und werden auf spielerische Weise modernisiert. Klassiker wie der Deckchair oder der Regiestuhl feiern ein Comeback mit neuem Styling. Terrassenstühle mit Spaghetti-Bespannung oder Sonnenschirme aus Holz und Leinen erinnern an vergangene Gartenzeiten. Auch Details wie Fransendekor, Scharniere aus gebürstetem Zink oder Kupfer und mit Leder bezogene Polster verbreiten einen nostalgischen Charme. Internationale Aussteller geben außerdem Einblicke in ihre neuesten Entwicklungen und Produkte aus dem Bereich der Gartengestaltung - von Pflanzen und deren Aufzucht über die optimale Pflege bis hin zu den passenden Werkzeugen und Maschinen. Ein Blick auf einige aktuelle Trends in der Gartenpflege.

Der Garten ist heute ein Multifunktionsraum und so werden auch die Geräte für dessen Pflege immer vielseitiger. Neue Elektrogeräte bieten zahlreiche Aufsätze und lassen sich als Bürste, Fugenreiniger, Rasen- und Kantenschneider verwenden. Schnellwechsel-Systeme gibt es auch für neue Sprühgebläse zum vertikalen oder horizontalen Benetzen von Pflanzen.

Zur heutigen Vielseitigkeit trägt auch die Initiative Power for Alliance bei: Immer mehr Unternehmen schließen sich der Initiative an, die das Betreiben von unterschiedlichen Geräten verschiedener Hersteller mit ein und demselben Akku ermöglicht. Für das Verstauen sind neue Gerätehäuser individuell gestaltbar und erweiterbar.

Der Garten ist heute ein Multifunktionsraum und so werden auch die Geräte für dessen Pflege immer vielseitiger. Foto: Koelnmesse

Natürlicher Schutz

Um Flora und Fauna zu schonen, kommen bei der Gartenarbeit vermehrt regionale natürliche Schutz- und Pflegemittel zum Einsatz. Moderne Düngemittel bestehen zum Beispiel aus Wiesenklee oder Schafwolle. Auch das Düngen mit eigenem Kompost fördert die umweltschonende Pflanzenpflege. Hierfür stehen große und kleine Modelle von praktischen Kompostern zur Verfügung. Chemiefrei erfolgt ebenso die Beseitigung des Unkrauts, zum Beispiel per Knopfdruck mit elektrogezündeten Flammstäben. Zum Erhalt der Artenvielfalt tragen gefährdete Pflanzenarten bei, die heute zum Sortiment vieler Gartencenter gehören.

Nicht erst seit den gestiegenen Lebensmittelpreisen erfreut sich die Selbstversorgung mit Kräutern, Obst und Gemüse einer wachsenden Beliebtheit. Der Anbau wird mit kleinen Gewächshäusern, Pflanztürmen und -pyramiden auch bei wenig Platz erleichtert. Stapelbare Schalen ermöglichen die raumsparende Aufbewahrung. Speziell für das urbane Gärtnern werden außerdem einfach zu bedienende und kompakte Werkzeuge angeboten. Und falls es auf kleinen Außenflächen zu heiß wird, schützen Pflanztöpfe das Grün bis zu Temperaturen von 50 Grad Celsius. Für die Bewässerung gibt es Regentonnen mit integriertem Pflanzbehälter, die zusätzliche Anbaufläche bieten.

Insgesamt wird die Grüne Branche immer "grüner". Viele Anbieter von Gartenprodukten nutzen für deren Herstellung mittlerweile Windenergie und Ökostrom. Verbleibende Emissionen werden mit der Förderung von Projekten für die Aufforstung oder den Klimaschutz kompensiert. Viele neue Gartenprodukte sind zu 100 Prozent recycelbar oder CO2-neutral. Bei den Materialien für Anzuchthäuser oder Pflanzhilfen kommen vermehrt erneuerbare Rohstoffe wie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zum Einsatz. Pflanzgefäße sind außerdem häufig aus anderen natürlichen Materialien wie Seegras, wiederverwendetem Korbgeflecht oder aus recyceltem Kunststoff.