31.07.2021

Markt im Monat

Gardena weiteres Jahr in Folge mit Rekordergebnis

In der Region Ulm sowie im Außendienst beschäftigt die Husqvarna Group, zu der Gardena gehört, 2.130 Mitarbeitende. So wie hier im Werk Niederstotzingen, in dem vorwiegend Gartenscheren hergestellt werden. Foto: Gardena/Armin Buhl

Der weltweite Umsatz der Gardena Division belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 934 Millionen Euro. Währungsbereinigt entspricht dies einer Steigerung um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz. Gardena hat ein weiteres Jahr in Folge ein neues Rekordergebnis erzielen und den Wachstumskurs weiter fortsetzen können. Das Ulmer Gartenunternehmen konnte in allen Produktgruppen zulegen. Der Anteil der Gardena Division am Gesamtumsatz der Husqvarna Group betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr nunmehr 22 Prozent.

Garten neu entdeckt

"Bereits zum Halbjahr hatte sich abgezeichnet, dass viele Verbraucher in Zeiten der Pandemie den Garten für sich entdeckt haben. Dieser Trend hat sich auch in der zweiten Jahreshälfte weiterhin positiv auf die Nachfrage ausgewirkt, insbesondere bei Handgeräten, Bewässerungsprodukten sowie Smart Gardening. Darüber hinaus hatten unsere zahlreichen Neuheiten entscheidenden Einfluss auf diesen Erfolg", erläutert Pär Åström, President der Gardena Division innerhalb der Husqvarna Group.

Beständigkeit am Markt zahlt sich aus: Bei Verbrauchern genießt Gardena "höchstes Vertrauen" und gewinnt damit in unsicheren Zeiten weiter an Reputation. Zu diesem Ergebnis kommt das Magazin Wirtschaftswoche in seiner Verbraucherbefragung vom Oktober vergangenen Jahres. Seinen Dank richtet Pär Åström in dieser schwierigen Zeit aber vor allem an die eigene Belegschaft: "Die Herausforderungen des zurückliegenden Jahres waren absolut ungewöhnlich. Gemeinsam haben wir aber bewiesen, dass wir auch mit sich schnell ändernden Rahmenbedingungen und Planungsunsicherheiten sehr gut umgehen können. Das haben wir unserer strukturellen Flexibilität, aber vor allem dem außergewöhnlichen Einsatz unseres gesamten Teams zu verdanken." Die Husqvarna Group beschäftigt in Deutschland aktuell rund 2130 Mitarbeitende an den Standorten Ulm, Heuchlingen, Niederstotzingen und Laichingen sowie im Außendienst.

Gardena nutzt das positive Geschäftsergebnis, um weiter in die Standorte des Unternehmens im In- und Ausland zu investieren und sich für weiteres Wachstum zu rüsten. Die umfassende Erweiterung des Werks Heuchlingen im Landkreis Heidenheim mit einer mit einer Investitionssummer in Höhe von 32 Millionen Euro wurde inzwischen fertiggestellt und hat ihren Betrieb aufgenommen. Aufgrund der andauernden Pandemielage wurde zunächst auf eine Eröffnungsveranstaltung verzichtet. Am Standort werden vor allem Kunststoffteile im Spritzgießverfahren hergestellt sowie Komponenten in automatisierten Verfahren montiert. Gemeinsam mit dem Logistikpartner Honold wurden in Neu-Ulm zusätzliche Kapazitäten in Form eines neuen Lagers für Produktions- und Distributionslogistik mit einer Fläche von 20 000 Quadratmetern geschaffen, das zum Jahresende in Betrieb gegangen ist.

Auch in die Modernisierung des eigenen Ausbildungszentrums in Niederstotzingen und somit in die Fachkräfte von morgen wurde investiert. Im September 2020 haben 16 junge Menschen in fünf verschiedenen Berufen ihre Ausbildung hier begonnen. Darüber hinaus bildet Gardena am Standort Ulm weitere elf Auszubildende und Studierende in acht verschiedenen Berufen beziehungsweise Studiengängen aus. Trotz Corona-Pandemie sind das sogar mehr Auszubildende als in den vergangenen Jahren.

Ferner wurde das eigene Sortiment weiter ausgebaut. Für die anstehende Gartensaison hat Gardena wieder zahlreiche Neuheiten im Programm, darunter ClickUp!, das neue Lifestyle-System für den Garten, sowie ein komplettes Sortiment an Akku-Gartengeräten für das herstellerübergreifende System der Power for All Alliance, die Bosch und Gardena gemeinsam als Partner gegründet haben.

Nachhaltigkeit

Bei der Verankerung von Nachhaltigkeit hat das Unternehmen in vielfacher Hinsicht substanzielle Fortschritte gemacht, die auch von externen Stellen gewürdigt wurden. Mit Beginn des neuen Jahres 2021 hat Gardena auch die letzte Lücke geschlossen und alle Standorte werden zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Das Wirtschaftsmagazin "Capital" führt Gardena in seiner im Januar veröffentlichten Rangliste der "klimabewussten Unternehmen" auf Platz 2 basierend auf der Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen im vergangenen Jahr. Das Gardena Micro-Drip-System hat als effiziente Bewässerungslösung das Finale um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2021 erreicht. Laut Ausrichter bestätigt dies "die besondere Designqualität und die nachhaltige Wirkung der Lösung". Das System spart Wasser im Garten, da durch die gezielte Tropfbewässerung der Pflanzen kein Tropfen verschwendet wird.

Das Nachhaltigkeitsprogramm "Sustainovate" der Husqvarna Group geht in diesem Jahr in die nächste Staffel mit einem Zielhorizont bis 2025. Schwerpunkte liegen auf einer weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, Innovationen zur Kreislaufwirtschaft sowie ein erweitertes Angebot an nachhaltigen Wahlmöglichkeiten. Der vollständige Nachhaltigkeitsbericht 2020 der Husqvarna Group wird Mitte März gemeinsam mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.