15.06.2021

Interzoo

Natürlich füttern mit Vogelknödeln natürlichen Ursprungs

Die Vogelknödel werden mit Insektenfett hergestellt. Foto: Werner Tiernahrung Foto: Werner Tiernahrung

Natürlich brauchen Vögel nicht nur im Winter Futter, der Trend geht längst zur Ganzjahresfütterung, da immer weniger Futter für Wildvögel in der Natur zu finden ist. Natürlich heißt dabei auch, dass die Firma Werner Tiernahrumg mit ihrem neuen Vogelknödel zurück zum Ursprung gegangen ist.

Insektenlarvenfett

Die Basis herkömmlicher Meisenknödel ist Rindertalg. Der Pfiffikus-Vogelknödel wird aus Fett von Insektenlarven hergestellt und mit zahlreichen schmackhaften und nährreichen Körnern und Getreidearten gespickt. So schließt sich der natürliche Futterkreislauf. Vögel, die sonst nach dem nächsten Wurm auf der Wiese pickend zu wenig Insekten finden, erhalten über die Vogelknödel aus Insektenfett die nötigen Proteine und Eiweiße.

Der neuartige Vogelknödel ist nicht nur an das natürliche Futter der Vögel angelehnt, sondern hilft auch der Umwelt wichtige Ressourcen zu sparen. Schon lange haben wir unseren "ökologischen Fußabdruck" im Blick. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen verursacht Viehhaltung, die zur Herstellung von Rindertalg den Ausgang bildet, mehr Treibhausgase als der weltweite Transportsektor. Für 1 Kilogramm Rindfleisch beispielsweise werden 25 Kilogramm eiweißhaltiges Futter benötigt, in einem Rindersteak stecken 15 000 Liter Wasser. Die Herstellung von Insektenfett gegenüber der Aufzucht von Rindern (Rindertalg) ist viel umweltfreundlicher und ebenso ressourcensparender. Einen größeren Auftritt könnten diese kleinen Larven gar nicht haben, alle Zahlen sprechen für sich. Die Rinderzucht benötigt deutlich mehr Wasser, Futter und Land als die Fliegenzucht. Die Emissionswerte sind 75 Prozent niedriger als bei der Rinderzucht.

Außerdem ernähren sich die Larven von Bioabfällen, produzieren hingegen selbst keinen Müll - sie sind natürliche Recycler. Das Fett der Insektenlarven lässt sich auch in anderen Bereichen verwenden, jedoch findet es beim Vogelknödeln zum Ursprung zurück. Es entsteht eine 100-prozentige Vereinbarung zwischen Ökologie und Ökonomie.

Für eine noch umweltfreundlichere und nachhaltigere Fütterung empfiehlt das Unternehmen die praktischen Spenderboxen.

Ohne Netz

Bewusst bietet man die neuen Vogelknödel aus Insektenfett ohne Netz an. Dieses verursacht weniger Müll auf der einen Seite. Auf der anderen Seite können sich dadurch viel mehr Wildvögel-Arten am Vogelknödel satt fressen, da sie sich am Gitter besser fest halten können als am Netz. Deshalb hat man sich auch dazu entschieden, den neuartigen Knödel aus Insektenfett nicht nur "Meisenknödel", sondern "Vogelknödel" zu nennen.