02.11.2020

Interview

Holzgewächshäuser sind pflegeleichter als viele denken

Holzgewächshäuser – hier das Modell Westminster – verbreiten ein gewisses Flair. Foto: Gewächshausplaza

Die Firma Gewächshausplaza ist ein Familienunternehmen mit holländischen Wurzeln und Spezialist für Gewächshäuser und –zubehör. Jan Peter Maas, Inhaber der Firma Gewächshausplaza, erläutert im Gespräch die Eigenschaften und Vorteile seiner Holzgewächshäuser.

Redaktion: Herr Maas, welchen Vorteil haben Holzgewächshaus gegenüber Aluminiumkonstruktionen?

Maas: Holz hat gegenüber Aluminium viele Vorteile. Es hat viel mehr Charme, aber auch bessere Wachstumsbedingungen. Denn Holz geleitet Kälte nicht wie Alu, bietet also keine Kältebrücke. Auch die Feuchtigkeit im Haus wird besser reguliert, da Holz Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben kann. Und es ist pflegeleichter als viele denken. Wir verwenden Western Red Zeder aus Kanada. Es enthält natürliche Öle, die Holzschädlinge abwehren. Mit ein wenig Pflege hält ein Holzgewächshaus gute 30 Jahre, es gibt Gewächshäuser aus unserem Sortiment, die schon seit über 50 Jahren benutzt werden.

Redaktion: Wie pflegeintensiv sind Holzgewächshäuser?

Maas: Ganz ohne Pflege wird das ursprünglich rötliche Holz mit der Zeit silbergrau. Die Deckleisten an den Rändern der Glasscheiben müssen dann nach etwa 15 Jahren ausgetauscht werden. Für hochwertige Modelle gibt es grüne Deckleisten aus Aluminium, die deutlich länger halten. Ihr Vorteil: Sie sind mit Gummidichtungen versehen. Das gesamte Gewächshaus bleibt auf lange Sicht so besser konserviert und ist weniger windempfindlich. Um den rötlichen Holzton zu erhalten, wird die Konstruktion jährlich bis zu zweijährlich mit Holzpflegeölen behandelt, wie z. B. der Alton Honeywood preservative. Und man kann dann mit mindestens 30 Jahren Haltbarkeit rechnen.

Redaktion: Worauf sollte man besonderes Augenmerk beim Kauf eines Holgewächshauses legen?

Maas: Dass dauerhafte Holzarten verwendet wurden und dass die einzelnen Bauelemente mit stabilen Zapfenverbindungen hergestellt wurden. Wir behandeln darüber hinaus alle Oberflächen mit einem Schutz gegen Wasserflecken.

Redaktion: Sie bieten ihre Gewächshäuser ausschließlich mit Glaseindeckung an?

Maas: Das ist richtig, Wir verwenden allerdings nur ESG, also Einscheibensicherheitsglas. Es ist viel stabiler und schlagfester als normales Glas. Außerdem kann es bei Glasbruch nie zu Verletzungen kommen. Die Scheiben können auch viel länger sein als die sonst üblichen 60 Zentimeter. Das lässt ein Gewächshaus gleich viel großzügiger wirken.

Glas Gewächshäuser wärmen schneller auf (weil isolierende Hohlkammerplatten auch Sonnenwärme langer außen halten) und lassen durchaus viel mehr Licht durch. Was über das ganze Jahr genommen, ein Vorteil ist. Nur im Sommer muss mann etwas Schattieren, man kann aber auch bei Hohlkammerplatten nicht immer auf Schattierungsmaßnahmen verzichten.

Redaktion: Mit welchen Kosten müssen Kunden rechnen?

Maas: Qualität hat schon seinen Preis 500 bis 600 Euro pro Quadratmeter, aber viele Gartenbesitzer schätzen Holz als natürlichen Werkstoff, der sich harmonischer in einen Garten einfügt als eine Metallkonstruktion. Außerdem: Einzelne Bauelemente sind bereits vorgefertigt. Der Aufbau geht viel schneller und leichter vonstatten als bei einem Aluminiumhäuschen.