16.10.2020

Markt im Monat

Kleeschulte Erden für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte zeigt den weltweit ersten Papier-Sack mit einer Bio-Blumenerde. Foto: Kleeschulte Erden
Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte zeigt den weltweit ersten Papier-Sack mit einer Bio-Blumenerde. Foto: Kleeschulte Erden

Das Unternehmen Kleeschulte Erden mit Sitz im Möhnetal in Rüthen hat sich in den letzten Jahren zum Spitzenreiter für ökologische Blumenerden und Substrate in Deutschland entwickelt. Der erfolgreiche Weg wird nun durch die Nominierung für den renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design geschmückt.

Ganz aktuell hat es Bundesumweltministerin Julia Klöckner laut dpa-Bericht auf den Punkt gebracht. Bis Ende 2026 sollen torfhaltige Erden ganz aus dem Verkauf verschwinden. Das ist Teil des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung. Allein der Verzicht auf Torf würde 2 Prozent der gesetzten Klimaziele erfüllen. Kleeschulte Erden ist da in der Entwicklung weiter als jedes andere Erdenwerk.

"Während die Branche aktuell noch 80 Prozent Torf verarbeitet, sind es im Rüthener Erdenwerk nur noch 5 Prozent", sagt Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte. Kleeschulte Erden entspricht damit dem Megatrend zu mehr Regionalität, Bio und Nachhaltigkeit sowie zu mehr Ehrlichkeit der Produkte. Die ökologische Ausrichtung des Unternehmens kommt aus einer tiefen Überzeugung. "Es macht sehr viel Freude zu beweisen, dass unternehmerischer Erfolg im Einklang mit Ökologie und Ökonomie möglich ist", sagt Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte. "Gute Ideen aus unserem Team werden dabei schnell und unbürokratisch zu marktreifen Produkten geformt. Das geht nur im familiengeführten Mittelstand in dieser Geschwindigkeit." Ein so entwickelter Meilenstein ist die topora aqua. Die weltweit erste Substratfaser, welche aufgrund ihrer hohen Wasserspeicherkraft Kokosmaterial aus Indien oder Sri Lanka ersetzt. Ebenso wegweisend ist die Entwicklung des ersten CO2-Fußabdrucks für Blumenerden in Deutschland.

Papiersack

Neueste Innovation der Rüthener ist nach eigenen Angaben der weltweit erste Papiersack für eine Bio-Blumenerde. Die Branche hielt es für unmöglich, doch Kleeschulte-Entwicklerteam haben es geschafft. Blumenerde in einem Papierbeutel und damit zu 100 Prozent ohne Plastik. "Unser Paper Bag hat enorme Aufmerksamkeit im Markt erzeugt. Wir gehen davon aus, dass unser Paper Bag zur nächsten Saison schon in diversen Geschäften deutschlandweit zu bekommen ist. Online ist das jetzt schon der Fall", freut sich Mariel Kleeschulte-Vrochte. Für sie ist es nur konsequent, dass eine nachhaltige Blumenerde auch in einer Verpackung ohne Plastik landet. Natürlich arbeite man weiter daran, die Range der Produkte in der Papierverpackung und die Verpackungsgrößen zu erweitern.

Es ist nicht das einzelne Produkt, welches Kleeschulte zur Bewerbung um den begehrten Umweltpreis bewogen hat. Es ist die gesamte Story, die innovativ und einzigartig ist und welche die Jury in ihrer Auswahl für die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewertet hat. Weit über 1000 namenhafte Firmen hatten sich auf den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design beworben. Nur wenige Firmen wurden, wie Kleeschulte Erden, nominiert. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist Europas größte Auszeichnung ihrer Art. 2020 wird sie in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen zum 13. Mal vergeben. Auszeichnung mit dem Umweltpreis der Region Soest Erst konnte Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte den Firmensonderpreis für "herausragende Nachhaltigkeit" des Soester Umweltpreises entgegennehmen. Damit werden Personen, Organisationen und Unternehmen ausgezeichnet, welche sich im Besonderen für lokale und regionale Beiträge zur Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz einsetzen.

Seit 1986 produziert das Unternehmen in Rüthen Blumenerden für den Hobbygartenmarkt und Substrate für den Erwerbsgartenbau für Kunden in Deutschland und dem europäischen Ausland. Schon früh hat sich das Team auf die Herstellung von hochwertigen torffreien Erden und Substraten spezialisiert. Das Sauerland mit seinen Wäldern als Rohstofflieferant bietet hierfür die besten Voraussetzungen.