28.08.2020

Trends und Neuheiten

Urban Farming - vertikal, nachhaltig, gesund

Hyperlokal gewachsene und essbare Pflanzen können eine reichhaltige Quelle von nachhaltig wachsenden Lebensmitteln darstellen. Foto: aponix

Mehr Grün hält Einzug in unsere urbanen Räume und immer mehr Gruppen und Interessierte zeigen immer neue Formen der urbanen Gärtners: Auf dem eigenen Balkon, auf gemeinschaftlich genutzten Bereichen, auf Dächern, in Gärten und Parks, an Fassaden, einvernehmlich mit der örtlichen Gemeinde (Beispiel Essbares Andernach, "Pflücken erlaubt"), in speziellen Anlagen als Aquaponik (Aquakultur in Symbiose mit Pflanzenzucht) etc.

Kulturwandel

Dabei gibt es auch unterschiedliche Motivationen. Beispielsweise ökologische Gründe, wie die Ablehnung von Pestiziden, das Bedürfnis seine Lebensmittel selbst zu erzeugen und deren Herkunft genauer zu kennen. Auch die Gestaltung des städtischen Raums und der wirtschaftliche Ertrag durch den eigenen Verzehr oder den Verkauf sind die Beweggründe. Es lässt sich beobachten dass die urbane Landwirtschaft auch zunehmend das Bewusstsein für gesunde und nachhaltig produzierte Ernährung und andere Umweltthemen der Bürger schärft und ein Kulturwandel bereits im Gange ist.

Auch die Gestaltung des städtischen Raums sind Beweggründe für den Einsatz. Foto: aponix

Hyperlokal gewachsene und essbare Pflanzen können eine reichhaltige Quelle von nachhaltig wachsenden Lebensmitteln darstellen. Die Orte, an denen diese in der Stadt gedeihen, können sehr divers sein. Auch wenn man selbst nicht über einen geeigneten Raum verfügt, gibt es immer mehr Möglichkeiten und Initiativen, einen kleinen Teil für den Eigenbedarf selbst zu produzieren und mit Nachbarn und Freunden zu tauschen falls innerhalb der Saison sogar zu viel vorhanden sein sollte. Eine Stadt, die zusammenarbeitet, ist stärker.

Einen kreativen Ansatz auch auf engerem Raum wie Balkonen, Terrassen oder in Wintergärten und auf Höfen effizient zu pflanzen, bietet die vertikalen Pflanztonne von aponix. Das System hat seinen Ursprung im erwerbsmäßigen Anbau von Salaten, Kräutern und Gemüse auf engem Raum und verfolgt die Idee, einen dreidimensionalen Raum effizient mit Pflanzplätzen ausstatten. Seine Modularität gibt viel Raum für Kreativität und Gestaltung. Dabei basieren die "Tonnen" auf einem einzelnen, sich wiederholenden Bauteil, das mit verschiedenen Pflanzadaptern oder einfach geschlossen als Platzhalter verfügbar ist. Man steckt die Teile zu Ringsegmenten zusammen und steckt diese zu beliebig höhen Tonnen aufeinander - Höhe und Einsatzzweck variabel, mit Substrat oder sogar für erdlose Kulturen.

Die rollbare Substrat-Variante bietet Erdfächer, in denen man mit einer kleinen Schaufel gärtnern und die Oberfläche bepflanzen kann. Eine größere City XL Variante gibt es dazu auch seit diesem Jahr für den öffentlichen Raum.

Das System bietet viele Möglichkeiten und versteht sich als Baukasten, um im urbanen Raum den Anbau von essbaren Pflanzen zu vereinfachen. Hierbei ist jede produzierte und sogar konsumierte Pflanze ein Gewinn. Derzeit sucht aponix auch nach Produktpartnern, die aus den Komponenten vollständigere Lösungen kreieren und unabhängig anbieten.