06.03.2020

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Gartenakademie Dycker: Internationales Symposium

Das Internationale Gartensymposium im Dycker Feld mit dem mutigen Titel "Zurück in die Zukunft" richtet sich an Landschaftsarchitekten und -gärtner und passionierte Hobbygärtner. Foto: GPP/Graf von Luckner Foto: GPP/Graf von Luckner

Schloss Dyck bei Neuss ist heute als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur überregional bekannt. Im direkten Umfeld hatte 2002 eine NRW-Landesgartenschau stattgefunden, die das Schloss, die drei Vorburgen und den Schlosspark aus dem 18. Jahrhundert integrierte. In den darauffolgenden Jahren wurde der Landschaftspark durch die Stiftung Schloss Dyck permanent weiterentwickelt, das mit Wegachsen strukturierte Miscanthusfeld auf dem benachbarten 25 Hektar großen Gelände, das Dycker Feld, ist jedoch etwas aus dem Fokus geraten.

"Im Jahr 2020 wird der Schlosspark Dyck 200 Jahre alt und dies ist ein guter Grund, von hier aus zurück in die Zukunft zu blicken und dabei den Privatgarten fachkundig in den Fokus zu nehmen", so Bernd Franzen, einer der Initiatoren der Gartenakademie Dycker Feld. Die im vergangenen Jahr gegründete Initiative Gartenakademie Dycker Feld will das Potenzial des Ortes verstärkt professionell nutzen: Die Landschaftsarchitekten Brigitte Röde und Bernd Franzen, der Fotograf Ferdinand Graf von Luckner und die Stiftung Schloss Dyck sind die Begründer der Gartenakademie Dycker Feld. Diese will sowohl Garten- und Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtnern wie auch privaten Hobbygärtnern als inspirierende Plattform zur Weiterbildung dienen.

Internationales Symposium

Schon im Herbst 2019 fanden erste erfolgreiche Gartenworkshops für Hobbygärtner statt. Für den 17. und 18. April 2020 ist als erste große Veranstaltung ein Internationales Gartensymposium im Dycker Feld geplant. Es trägt den mutigen Titel "Zurück in die Zukunft", baut auf die 200 Jahre alte Dycker Tradition und richtet sich an Landschaftsarchitekten und Landschaftsgärtner, die sich in ihrer Pflanzenverwendung inspirieren lassen wollen, und passionierte Hobbygärtner, die sich gerne weiterentwickeln. Die Referentenliste des Symposiums ist international, lang und handverlesen: Sie reicht am ersten Symposiumstag von Stephan Lenzen aus Bonn, der seinerzeit das Dycker Miscanthusfeld für die Landesgartenschau entworfen hat, über die Schwedin, Monika Gora, Landschaftsarchitektin und Künstlerin, deren Werke im öffentlichen Raum humorvolle Denksportaufgaben sein können, die Estin Merilen Mentaal, die für ihren modernen Funktionalismus bekannt ist, bis zum Gartenfotografen Ferdinand Graf von Luckner, der uns in Text und Bild auf eine Zeitreise auf den Spuren des Fürsten von Pückler-Muskau mitnimmt.

Naturnahe Gärten

Den zweiten Tag bestreiten als Referenten unter anderem der Schwede Peter Korn, der mit Stauden zaubern kann, der Schweizer Peter Steiger, der für fantasievolle naturnahe Gärten steht und die auf der Chelsea Flower Show 2018 mit einer Goldmedaille ausgezeichnete Sarah Price, die sagt, worauf es ihr bei ihren Gärten ankommt. Dr. Uwe Westphal erläutert die Stimmen der Natur in Gärten, Parks und Landschaft, und Jörg Pfennigschmidt spricht aus dem Nähkästchen seiner beruflichen Erfahrung mit Kunden und Stauden. Die kreative Zusammensetzung der internationalen Referenten verspricht gute Unterhaltung, viel Inspiration und neue Impulse. Ziel ist es, über den Tellerrand zu schauen und gemeinsam Antworten auf aktuelle Fragen der Landschaftsarchitektur zu finden. Es dürfte sich sehr lohnen, Teil dieses ersten Symposiums der Gartenakademie Dycker Feld zu sein. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Wahl des Ortes begrenzt. GPP