19.03.2020

Fokus Grün

Bunte Vasenparade: Die Tulpe kann nicht nur Strauß

Damit ein gemischtes Vasen-Arrangement trotz aller Unterschiede optisch eine Einheit bildet, sollten die ausgesuchten Stücke zumindest eine gemeinsame Eigenschaft besitzen: zum Beispiel die gleiche Farbe haben. Bei der Kombination von bunt gemusterten Gefäßen empfiehlt es sich darauf zu achten, dass zumindest ein Farbton als "roter Faden" in jedem Dekor auftaucht. Foto: TulpenZeit/ibulb

Mit einem Bund frischer Schnittblumen kann man sich schon jetzt den Frühling ins Haus holen. Vor allem das Angebot an Tulpen ist derzeit riesig. Kein Wunder, gehören die beliebten Zwiebelgewächse doch zu den variantenreichsten Blumen der Welt: Von Dunkelviolett über Knallrot und Sonnengelb bis hin zu zarten Pastelltönen, Creme und Weiß - die Farbpalette, aus der man wählen kann, ist wirklich enorm. Manche Sorten sind sogar zwei- oder mehrfarbig. Und auch bei der Blütenform gibt es einiges zu entdecken. Neben den sogenannten Einfachen Tulpen findet man beispielsweise Lilienblütige, deren Blütenblätter nach oben spitz zulaufen, Gefüllte, die mit einer Vielzahl von Blütenblättern aufwarten, oder Papageientulpen, deren Blüten an die flatternden Flügel exotischer Vögel erinnern. Wer sich nicht entscheiden kann und es bunt mag, lässt sich beim Floristen einfach einen Strauß mit vielen unterschiedlichen Sorten zusammenstellen.

Aber nicht nur als Strauß machen die Tulpen eine gute Figur. Ein echter Hingucker ist es auch, wenn man die Stiele in mehreren schmalen und bauchigen Glas- oder Porzellangefäßen verteilt und nebeneinander platziert. Diese können völlig identisch sein oder sich auch in Größe und Aussehen deutlich unterscheiden. Interessant sieht beispielsweise ein Mix aus verschiedenen Blumenvasen aus. Dabei ist es egal, ob diese neu oder alt sind.

Ausgesuchte Stücke

Wer sich bei der Oma im Keller oder auf einem Flohmarkt mal umschaut, findet dort zumeist extravagant geformte Objekte aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Damit ein solches Arrangement aber trotz aller Unterschiede optisch eine Einheit bildet, sollten die ausgesuchten Stücke zumindest eine gemeinsame Eigenschaft besitzen: Wenn sie beispielsweise alle die gleiche Farbe haben, hat das zumeist eine edle Anmutung. Auch die Beschränkung auf eine bestimmte Farbfamilie - etwa Pastell oder unterschiedliche Grüntöne - ist sehr geschmackvoll. Bei der Kombination von bunt gemusterten Gefäßen empfiehlt es sich darauf zu achten, dass zumindest ein Farbton als "roter Faden" in jedem Dekor auftaucht. Wenn die Optik der Fundstücke allerdings insgesamt etwas zu Retro ist, kann man ihnen übrigens ganz leicht mit etwas Sprühlack ein neues, modernes Aussehen verschaffen. Auch ausgediente Glasflaschen von Smoothies, Wein oder anderen Getränken eigenen sich gut für ein Blumenarrangement mit Tulpen. Werden diese "alternativen Vasen" zusätzlich auf einem passenden Tablett arrangiert, kommen sie noch besser zur Geltung. Ihre Etiketten lassen sich in der Regel durch ein längeres Bad im warmen Wasser sehr gut ablösen. Je nach Größe der ausgewählten Gefäße kann man sie nur mit einem Blütenstiel bestücken oder auch mehrere Blumen hineinstellen.

Eine Tulpensorte

Hat man sich für identische Flaschen oder Vasen entschieden, wird der Gleichklang zusätzlich betont, indem man sich auf eine einzige Tulpensorte konzentriert. Eine solche wiederkehrende Symmetrie strahlt Ruhe aus. Wesentlich lebhafter wird es, wenn man möglichst unterschiedliche Tulpenblüten in den Gefäßen verteilt und so die Vielfalt der Zwiebelblume zeigt. Natürlich lassen sich bei so einem Mehr-Vasen-Arrangement auch ganz verschiedene kurz- und langstielige Blumen miteinander mischen. Zu Tulpen passen beispielsweise ganz hervorragend andere Frühlingsboten wie Ranunkeln oder Hyazinthen, die es ebenfalls in vielen Farben gibt. Und auch frisch geschnittene Zweige frühblühender Sträucher - wie Zierkirsche oder Scheinquitte - sind ideale Vasennachbarn oder -partner. Vor allem weil ihre vielen, sehr kleinen Knospen einen schönen Kontrast zu den deutlich größeren Tulpenblüten bilden. Der Klassiker im Frühjahr ist natürlich die Kombination von Tulpen und Narzissen. Was viele nicht wissen: Gerade dabei macht das Nebeneinander mehrerer Vasen einen Sinn, denn Narzissen geben für gewöhnlich über ihre Stängel eine schleimige Substanz ins Wasser ab, die die Leitungsbahnen der Tulpen verkleben kann und sie dann schneller welken lässt. Mit einer gewissen Auswahl an einfachen Gefäßen und einigen Frühjahrsblühern lassen sich also im Handumdrehen immer neue, wunderbare Blumendekorationen für die eigenen vier Wände kreieren. Falsch machen kann man dabei nichts und es gibt auch keine festen Regeln. Generell gilt: Einfach mal selbst ausprobieren, was zusammenpasst und was einem persönlich gefällt. GPP

Zu Tulpen passen auch andere Frühlingsboten wie Hyazinthen oder Narzissen. Foto: TulpenZeit/ibulb