21.02.2020

Fokus Grün

Zimmerpflanzen schaffen Ausgleich

Zimmerpflanzen als Begrünung im eigenen Wohnzimmer oder im Büro wirken gesundheitsfördernd, inspirierend und beruhigend. Foto: GMH/FvRH

Eine Umgebung mit Blättern und Blüten sieht nicht nur schön aus, sondern erzeugt auch Wohlbefinden zwischen den vielen künstlichen Oberflächen.

Auf ein Handydisplay zu schauen oder eine Computertastatur anzufassen, mag manche Menschen auf Dauer begeistern. Die "aalglatte" Haptik und die Ausstrahlung von technischen Geräten löst bei den meisten Menschen langfristig jedoch keine positiven Emotionen aus. Anders ist das bei Pflanzen. Es tut gut, über das glatte Blatt zum Beispiel eines Fensterblatts (Monstera) zu streichen, die eleganten weißen Blüten eines Einblatts (Spathiphyllum) zu betrachten oder angesichts der exotischen Ausstrahlung einer Kentia-Palme (Howea) gedanklich in die Ferne zu schweifen.

Entspannend

Auch wer sich im ersten Moment vielleicht nicht für Raumbegrünung begeistern kann, wird langfristig von einer begrünten Umgebung profitieren. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich das menschliche Auge in einer grünen Umgebung entspannt. Das ist einer der Gründe, warum "Waldbaden" derzeit so im Trend liegt. Ein einfacher Spaziergang durch den Wald wirkt wie eine Aromatherapie, stärkt das Immunsystem und hilft gegen Stress. Zudem verbessern Grünpflanzen das Klima in geschlossenen Räumen, geben Sauerstoff ab und reinigen die Luft zum Teil von Schadstoffen. Außerdem sind Zimmerpflanzen natürliche Luftbefeuchter: Sie geben mehr als 90 Prozent des Gießwassers wieder an die Umgebung ab. Im Winter bei trockener Heizungsluft tut dies den Nasenschleimhäuten gut und beugt Erkältungen vor. Bei Hitze sorgt die Verdunstung für angenehme Kühle. So leisten Pflanzen einen gesunden Beitrag zum Raumklima, teilt der Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur mit.

Wichtig ist, bei der Auswahl die individuellen Bedürfnisse der Pflanzen zu berücksichtigen. Die Auswahl sollte an die vorhandene Lichtmenge und die Temperatur angepasst werden. Während beispielsweise Sukkulenten mit einem sonnigen Platz an einem Südfenster bestens klarkommen, gedeihen andere auch an Standorten mit weniger Licht. Professionelle Raumbegrüner helfen hier bei der richtigen Zusammenstellung. Bereits die Römer und Griechen haben aus ästhetischen Gründen Lorbeer-Bäume in ihren Häusern herangezogen. GMH/FvRH