14.10.2019

Fokus Grün

Strauchveronika punkten auch im Herbst als Alleskönner

Als stilvolle Tischdekoration sind Strauchveronika ebenfalls gut geeignet. Foto: GMH/Gartenbau Hetjens

Wegen ihrer attraktiven Blätter haben die Strauchveronika (Hebe) aus Neuseeland in den letzten zwei Jahrzehnten viele Freunde gewonnen. Für eine stimmige Herbstbepflanzung sind die Büsche ideale Begleiter von Chrysanthemen (Chrysanthemum), Besenheide (Calluna), Herbstastern (Aster) und Alpenveilchen (Cyclamen).

Die Vielseitigkeit des immergrünen Strauches hat Gärtnermeister Bernd Hetjens überzeugt: Seit 27 Jahren baut er neuseeländische Hebe im Familienbetrieb in Geldern am Niederrhein an und bringt sie mit einem eigens entwickelten Marketing-Konzept in den Handel. "Heute bieten wir die Pflanzen vom 1. März bis Ende Oktober in zwölf Sorten an", sagt Hetjens. Erhältlich sind Strauchveronika - in kleinen bis extra großen Topfgrößen - im Gartenfachhandel. Mal mit winzigen, mal mit größeren Blättern, mal bodendeckend wachsend, mal aufrecht oder kugelig und kompakt.

Die Sorten unterscheiden sich zudem stark in der Blattfärbung, die von hell- bis dunkelgrün über grau bis zu Varianten mit roten Blättern und roten Stielen reicht. Einige Strauchveronika blühen eher unscheinbar, während bei anderen Sorten blaue, rosa oder weiße Blüten für zusätzliche Akzente sorgen.

Wohl fühlen sich die robusten Strauchveronika im Beet genauso wie in einer Pflanzschale oder dem Balkonkasten.

Dabei bleiben die Pflanzen über Jahre attraktiv und können immer wieder neu kombiniert werden. Im Frühjahr harmonieren sie auch mit Gänseblümchen (Bellis), Stiefmütterchen (Viola) und Zwiebelblumen. Im Sommer sind sie Partner für Eisenkraut (Verbena), Geranien (Pelargonium) und Petunien (Petunia).

Als Teamplayer lassen sie ihre blühenden Begleiter besser aussehen und drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern bilden einen hübschen Hintergrund

"Auch als flächige Pflanzung aus einer Sorte im urbanen Garten wirkt Hebe ganz toll", erklärt der Gärtnermeister. Ein Rückschnitt sorgt für einen kompakten Wuchs. Allerdings vertragen sie es besser, öfter und weniger "frisiert" zu werden, als einen radikalen Schnitt.

Immergrüne Strauchveronika bleiben auch bei sinkenden Temperaturen schön. Rotlaubige Hebe färben sich unter 10 Grad Celsius erst richtig aus.

"Auch Frost überstehen sie in der Regel unbeschadet", berichtet Hetjens. Und sogar als Zimmerpflanze ist Strauchveronika für einige Woche ein toller Blickfang.

GMH/LV-NRW