31.08.2019

Markt im Monat

Studie belegt: reichere Ernte durch automatische Bewässerung

Im Verlauf der Saison 2018 wurden verschiedene Bewässerungsversuche im Gewächshaus sowie im Freiland mit technischen Komponenten von Gardena für die Steuerung sowie die Ausbringung des Wassers durchgeführt.

Für das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen ist Wasser essentiell. Natürliche Niederschläge sind zumindest zweitweise nicht in ausreichendem Maße vorhanden, so dass zur Sicherstellung des Ergebnisses auch im Freizeitgarten auf zusätzliche Bewässerung zurückgegriffen werden muss. Dabei sollte das Ziel jedoch sein, bei einer möglichst optimalen Versorgung der Pflanzen gleichzeitig die Ressource Wasser sparsam einzusetzen. Darüber hinaus soll der Anwender auch bei rudimentärem gärtnerischen Wissen mit einem vertretbaren zeitlichen Aufwand die gewünschten Resultate erzielen können. Zur Klärung dieser Fragestellung hat das Unternehmen Gardena die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit einer entsprechenden Untersuchung beauftragt. Im Verlauf der Saison 2018 wurden verschiedene Bewässerungsversuche im Gewächshaus sowie im Freiland mit technischen Komponenten von Gardena für die Steuerung sowie die Ausbringung des Wassers durchgeführt. Bei den untersuchten Kulturen handelte es sich um Kopfsalat, Tomaten, Grünkohl sowie eine Sommerflormischung.

Richtlinien

Obwohl das eingesetzte Produktsortiment vom Hersteller ausschließlich für die Verwendung im Freizeitgarten freigegeben ist, wurden die wissenschaftlichen Versuche in Bezug auf Kulturführung, Ertrags- und Qualitätsbewertung nach den Richtlinien des Erwerbsgartenbaus durchgeführt und ausgewertet.

Auch im Detail lieferte die Studie zahlreiche interessante Ergebnisse. So haben die Prüfer festgestellt, dass gerade mit der Tropfbewässerung ein erheblich besseres Ergebnis im Hinblick auf Quantität und Qualität des Ernteertrags erreicht werden kann. Die regelmäßige und an die Pflanzenbedürfnisse angepasste Bereitstellung des Wassers trägt so maßgeblich zu einer guten Entwicklung des Bestands bei. Insbesondere bei dem lehmigen Boden erwies sich die Tropfbewässerung von Vorteil, weil mit ihr tiefere Bodenschichten mit Wasser versorgt werden konnten, ohne dass es zu einer Verschlämmung der Oberflächen kam.

Die Untersuchung zeigte auch, dass auf eine sorgfältige Installation des Bewässerungssystems geachtet werden muss. Kommt es zu Leckagen werden Einspareffekte schnell wieder durch den unkontrollierten Abgang von Wasser zunichte gemacht. Die Gießzeiten wurden mit der App von Gardena eingestellt, die sich von Benutzerführung und Fragestellung her als leicht zu bedienendes und sinnvolles Hilfsmittel für Bewässerungskonzepte bewährt hat, urteilen die Studienleiter.

Ferner hat sich der smart Sensor von Gardena als wertvolles Korrektiv der Gießzeitpläne herausgestellt. Der Standardzeitplan laut Empfehlung erwies sich als sehr großzügig bemessen. Durch den Einsatz des smart Sensors konnte eine Wassergabe besser an den tatsächlichen Bedarf ausgerichtet und somit eine Einsparung von fast 50 Prozent bewirkt werden.

Durch die automatische Bewässerung konnte bei den Tomaten signifikant höhere Erträge sowie ein ebenfalls signifikant geringerer Anteil an Früchten mit Blütenendfäule im Gegensatz zum Gießen per Hand festgestellt werden.

Im Gewächshaus

Die Versuche im Gewächshaus mit Salat und Tomaten zeigten, dass sich die automatisch bewässerten Pflanzen gegenüber den handgegossenen in punkto Qualität abhoben - es traten weniger bis gar keine Fäulnis auf. Die Koppelung der Zeitsteuerung mit einer Regulierung durch den Bodenfeuchtesensor führte dabei auch zu einer bestimmten Verringerung der benötigten Wassermenge.

Im Freiland kommt der natürliche Niederschlag als Faktor hinzu. In Kombination mit den Bewässerungssteuergeräten MultiControl und SelectControl kamen hier die Gardena Regen- und Bodenfeuchtesensoren zum Einsatz. Die Niederschlagstage im Zeitraum der Untersuchung verdeutlichten die unterschiedlichen Funktionsweisen.

Mit dem Regensensor wurden Bewässerungsvorgänge an Regentagen erfolgreich unterbunden. Mit dem Bodenfeuchtesensor war Bewässerung auch an einem Regentag möglich, wenn die Niederschlagsmenge zu gering war, um den Boden in ausreichender Tiefe zu befeuchten. Nach starken Niederschlägen hingegen blieb die Bewässerung mehrere Tage hintereinander aus.

In nahezu jedem Anwendungsszenario sorgten die Gardena-Systeme so für besser entwickelte, gesündere Pflanzen.