12.08.2019

Markt im Monat

Neue Holzfaserproduktionsstätte mit Biomasseheizkraftwerk gekoppelt

Mit dem neuen Produktionsstandort, an welchem ab sofort Holzfaser für die torffreien Substrate und Erdenprodukte des Unternehmens produziert wird, reagiert der Mittelständler auf die aktuelle Marktentwicklung. Foto: Ziegler

Mit einer neuen Produktionsanlage für die Holzfaserherstellung und dem Erwerb eines Biomasseheizkraftwerkes in Rheinmünster bei Baden-Baden befindet sich die Gregor Ziegler GmbH weiter auf Expansionskurs. Zwei weitere Produktionsstätten befinden sich bereits in Planung, wobei der Fokus auf noch mehr Kundennähe und einer möglichst CO2-neutralen Produktion liegt.

Mit dem neuen Produktionsstandort, an welchem ab sofort Holzfaser für die torffreien Substrate und Erdenprodukte des Unternehmens produziert wird, reagiert der Mittelständler auf die aktuelle Marktentwicklung: Der Anteil dieser Produkte legt kontinuierlich zu. "Damit steigt zeitgleich die Nachfrage nach Holzfaser - einem der wichtigsten Torfersatzstoffe - weiter," so Geschäftsführer Matthias Ziegler. Dem neuen Produktionsbetrieb ist ein Biomasseheizkraftwerk angegliedert. Pro Jahr werden dort etwa 200000 Tonnen Dampf erzeugt, aus denen rund 40000 Megawattstunden "grüner Strom" entstehen. Hierfür verarbeitet die Anlage zirka 75000 Tonnen naturbelassene Hölzer aus der Landschaftspflege, die mehr als 40 Betriebe aus der Region liefern.

Die großen Mengen an Energie werden nachhaltig und CO2-reduzierend für die Produktion der hauseigenen Holzfaser "Timpor" eingesetzt. Die in Rheinmünster hergestellte Faser unterliegt zudem den engen Überwachungsparametern der Bio Grünstempel Ökokontrollstelle. Derzeit laufen zudem die RAL- und RHP-Zertifizierung, zwei weitere, anerkannte Gütezeichen für qualitativ hochwertige Substrat-Ausgangsstoffe.

Die Expansion in Rheinmünster bedeutet für den Oberpfälzer Mittelständler zum einen, auf den Absatzmärkten in Baden-Württemberg sowie in den Nachbarländern Frankreich und Schweiz Flagge zu zeigen und neue Märkte zu erschließen. Zum anderen kommen kundennahe Standorte der Wertschöpfungskette durch kürzere Lieferzeiten und Kostenersparnis zu Gute - ganz im Sinne des seit 30 Jahren verfolgten nachhaltigen Unternehmenskurses.