20.06.2019

Anlage sorgt für sauberes Wasser

Umweltschonende Anlage kombiniert Ozon- mit UVC-Bestrahlung

Die starke Oxidationswirkung von Ozon ermöglicht es, auch trübes Wasser innerhalb von Sekundenbruchteilen zu reinigen. Foto: UST Umwelt-Systemtechnik

Aufgrund ihrer kurzen Einwirkzeit wird zur Entkeimung von Teichen meist UVC-Strahlung eingesetzt. Was man allerdings wissen muss: Diese Reinigungsmaßnahme funktioniert nur dann, wenn das Wasser durchgehend klar ist. Trübe Gewässer wie Teiche dagegen absorbieren das UV-Licht und verhindern so eine gründliche Wasseraufbereitung - eine Entkeimung findet nicht statt.

"In Bezug auf Wirkung und Kosten ist ultraviolettes Licht (UVC) die effizienteste Methode in der Wasserentkeimung", erklärt Thomas Neumann, Geschäftsführer der UST Umwelt-Systemtechnik GmbH. "Die Sache hat jedoch einen Haken." Denn für den Einsatz von ultravioletter Bestrahlung ist klares Wasser Grundvoraussetzung. Ansonsten reflektieren Schmutzpartikel oder andere Stoffteilchen das einfallende UV-Licht oder absorbieren es vollständig - und eine gründliche Entkeimung wird unmöglich; insbesondere Teiche lassen sich mittels UVC-Bestrahlung also nur schwerlich säubern.

Desinfektion

In solchen Fällen raten Experten, auf Ozon als Reinigungsmittel zurückzugreifen. Denn die starke Oxidationswirkung von Ozon schafft es, auch trübes Wasser innerhalb von Sekundenbruchteilen zu desinfizieren. "Neben dem Abtöten von Mikroorganismen ist das stark reaktive Ozon zudem in der Lage, unangenehme Gerüche im Teich zu neutralisieren und organische Substanzen wie Futter oder Exkremente auf natürliche Weise zu vernichten", so Neumann. "Damit unterschiedet sich Ozon in erheblicher Weise von allen anderen Methoden, Wasser aufzubereiten." Die UST Umwelt-Systemtechnik GmbH hat diese Chance erkannt und daher eine Anlage entwickelt, die zwei unterschiedliche Entkeimungsmethoden kombiniert: die Bestrahlung mit UVC und die Reaktion mit Ozon.

Die UST-Anlage arbeitet mit einem System, das im Wesentlichen auf zwei Vorrichtungen fußt: dem Reaktor und dem statischen Mischer. Foto: UST Umwelt-Systemtechnik

Die UST-Anlage arbeitet hierbei mit einem System, das im Wesentlichen auf zwei Vorrichtungen fußt: dem Reaktor und dem statischen Mischer. Während im Reaktor aus dem Sauerstoff der Umgebungsluft Ozon erzeugt wird, fließen im statischen Mischer anschließend alle wichtigen Komponenten für den Desinfektionsprozess zusammen: das erzeugte Ozon, zusätzlicher Sauerstoff und das zu reinigende Teichwasser, welches über eine Rohrleitung angeschlossen ist. Ein integriertes Gitternetz verwirbelt anschließend das Wasser mit dem Ozon und sorgt damit für die effektive Entfernung von Schmutzpartikeln, Mikroorganismen und anderen organischen Stoffen. In einem letzten Schritt passiert das gesäuberte Wasser noch einmal den Reaktor. "Sollte sich zu diesem Zeitpunkt noch Ozon im Wasser befinden, wird es durch die UV-Bestrahlung vollständig neutralisiert", erklärt Neumann. "Das ist ein integrierter Sicherheitsmechanismus, damit das Wasser völlig rückstandsfrei in den Teich zurückfließt." Die Reinigungsmethode ist damit nicht nur sicher und effektiv, sondern auch umweltfreundlich, weil auf die Zugabe von chemischen Giften wie Chlor verzichtet werden kann.

Das Ozon baut sich durch den Oxidationsprozess und die anschließende UV-Bestrahlung selbst ab. Es bleibt somit kein Restprodukt übrig – und das Wasser wird nicht kontaminiert. Foto: UST Umwelt-Systemtechnik

Huminstoffe beseitigen

Darüber hinaus erweist sich eine Eigenschaft von Ozon als ganz besonders vorteilhaft für Koi-Karpfen- oder anderweitige Fischteiche: Ozon beseitigt auch sogenannte Huminstoffe, die gerade in den Sommermonaten zu einem Gelbstich in Teichanlagen führen. Diese Huminstoffe sind Abbauprodukte, die bei der Zersetzung von Pollen, Blätter, Nahrung und Kot entstehen. Mit einer Ozonisierung kann die Verfärbung wirksam bekämpft werden - klares Teichwasser ist das Ergebnis.

Um eine exzellente Wasserqualität zu gewährleisten, spielt außerdem die Widerstandsfähigkeit der Ozon-Anlage eine zentrale Rolle. Herkömmliche Aggregate aus PVC werden nämlich oftmals spröde, wenn die aggressive Bestrahlung kontinuierlich auf den Reaktor einwirkt.

Die Folge: Die einzelnen Bauteile zersetzen sich häufig und gelangen als Kunststoffpartikel über die Verrohrung in den Wasserkreislauf des Teichs, wo sie sich mit der Zeit ansammeln. UST fertigt dagegen alle Komponenten, die der UVC-Strahlung ausgesetzt sind, aus robustem Edelstahl. Bauteile wie zum Beispiel die Lampeneinfassung können so der Strahlung auch über einen längeren Zeitraum mühelos standhalten. "Die Lebensdauer der Anlage verlängert sich also maßgeblich und der Kunde kann seinen Teich ohne Probleme reinigen", so Neumann abschließend.